
Nebeltropfen vermischen sich mit Tränen
auflösende Illusionen
reissen Löcher in Herzen
Einsam weinen Bäume.
© by Lyra Nov. 2025
Inspiration: „Nebel“ – Hermann Hesse
bittersüß manchmal provokant

Nebeltropfen vermischen sich mit Tränen
auflösende Illusionen
reissen Löcher in Herzen
Einsam weinen Bäume.
© by Lyra Nov. 2025
Inspiration: „Nebel“ – Hermann Hesse

Ein fröhlicher, erfolgreicher Abend für uns alle im Annpam am 23.10.2025.
Einschläge und Detonationen haben aufgehört – die Uhr tickt
Vorsichtig tasten Sie über ihre Körper, von Schutt und Tränen – die Augen fast blind, zementiert. Knie rutschen über Glasscherben zum Bad.
Die Außenwand fehlt, ein großes Auge blickt in den Wahnsinn.
Wasser fließt über Gesichter.
Tränen, haben freien Lauf – ein Strom des Entsetzens.
© by Lyra14.4.2024
They met like two doves in the rain, seeking shelter on a ledge with their heads tucked in.
A soft crackling sound, they no longer feel each other’s touch,
and each flies off in a different direction.
An encounter without a hint of regret.
© by Lyra – June 2025
Based on my short poem > Encounter>
Helmuth Treichel (producer, label owner, singer, songwriter from Augsburg—former singer for GIFT, founder of Atomic Picnic Project)
expanded the lyrics and created his song.
© by Helmuth Treichel – August 2025
Sie begegneten sich wie zwei Tauben im Regen, die mit eingezogenen Köpfen auf einem Mauervorsprung Schutz suchten
ein leises Knacksen, sie fühlen ihre Berührung nicht mehr
und jeder fliegt in eine andere Richtung
Eine Begegnung ohne Beigeschmack des Bedauerns.
© by Lyra Juni 2025
Inspiration: „When doves cry“ by Prince und Celeste
„Strange“ by Celeste
Isn’t it strange
How people can change
From strangers to friends
Friends into lovers
And strangers again?
Fröhlich sitzen Anastasia und Jenny in einer kleinen Bar, schlürfen Sekt, flirten ausgelassen mit dem Barkeeper und freuen sich schon auf den Besuch im Schönheitssalon für eine Botox- und Hyaluron-Behandlung zur Optimierung ihres Aussehens.
Später, auf dem Weg dorthin, bemerken sie ein seltsames, noch nie gesehenes kleines Wesen, das an einem Backsteinzaun eines Hauses mit zusammen gerolltem Körper, klebt, als ob es sich verstecken wollte.
Beide beugen sich nahe zur Kreatur herunter, um sie näher zu betrachten.
Weiß, fast schon durchsichtig, fisch-aussehend. „Ein seltener Fisch“, ruft Anastasia aufgeregt, „er bewegt sich.“
„Jenny, hole aus der Bar ein Glas Wasser, beeile dich, ich bleibe hier.“
Anastasia kramt ein Taschentuch aus ihrer Handtasche und wickelt es sich um eine Hand.
Mitleidig und leicht angewidert greift sie mit der Taschentuch umwickelten Hand nach dem Fischwesen, damit sie es ins Wasser setzen kann, sobald Jenny zurückkehrt.
Flink, jetzt mit zwei dünnen, kurzen Beinchen, die vorher nicht zu sehen waren, weicht das Wesen ihrer Hand aus und krabbelt an der Backsteinmauer hoch. Es dreht seinen Kopf zu ihr und schaut mit schwarzen Augen, die wie Stecknadeln auf die blasse, durchscheinende Haut gesteckt wurden, in ihre Richtung
Sie greift erneut nach ihm, das Wesen lässt sich in ihre offene Hand fallen.
Mit der freien Hand umschließt sie dessen Körper schützend und wartet auf das Glas Wasser, um es zu retten.
Nach allem, was sie bisher gesehen hatte, wundert es sie nicht, dass dieses Wesen zwei Beine hat.
Endlich kommt Jenny angerannt.
Anastasia öffnet ihre Hände und traut ihren Augen nicht. Ein hübscher, winziger Vogel, mit weißen Federn, an den Flügeln bräunlich, steht wackelig auf ihrer Hand.
Er schüttelt sein Gefieder, streckt seine dünnen Stelzenbeine, breitet seine Flügel aus und fliegt davon.
Fassungslos folgen die Freundinnen seinem Flug zu einem Baum. Von einem Ast aus blickte er in ihre Richtung.
Verstört schauen sich beide an. Wortlos laufen sie in Richtung Schönheitssalon.
© by Lyra 2.05.2025
in Buchhandlungen auch als E-Book erhältlich.
Genre: Poesie über die freieren Formen der Romantik bis hin zur experimentellen Poesie des 20. Jahrhunderts.

Mein herzlicher Dank geht an Leonardo Voci für das Book Cover,
an
Gabriele Fischer, James Belcher und Robert Köhler, die mir ihre Werke für meine Texte auch schon im Vorab für meinen Blog zur Verfügung gestellt haben.
es tut sich nichts
Einer steht da
starr im schwebenden Staub, Rundblick, links, rechts, aufwärts
Wolken weiß an den Himmel geklebt, ausgebreitete Flügel schwebend im Blau, kein Laut.
Gedanken wie feiner warmer Sand träge
losgelöst von den Geräuschen der Stadt, vom Rausch gleißender Lichter nicht durchdrungen
frei.
© by Lyra 03.04.2025
leicht durchgeknallt wie auch die Silvesternacht entscheide ich:
schwarz, grün, rot, gelb, braun und unklare Farbgebungen für mich
passé
Rosarot wird mein neues Jahr
Mit rosaroten Hausschuhen sitze ich am Frühstückstisch, ein Blick aus dem Fester und meine Entscheidung bestätigt sich, auch die Wolken sind rosarot
fröhlich stäube ich rosaroten Zucker auf meine Waffeln
lache über die falsche Wimper, Relikt aus der Mottosilvesternacht, die in meinen rosaroten Tee fällt
Mit einem breiten Lächeln und rosarot verfärbten Zähnen freue ich mich auf das neue Jahr
Sollte es doch bisschen holprig werden, setze ich meine rosarote Brille auf.
in der Galerie der Träume
tauchen Augen ein in einen AugenBlick
entkleiden Gefühle aus einer Zeit, die nicht mehr ist
Finger streichen über das Gesicht mit diesem AugenBlick
der tief ist
und fremd bleibt.

© 2026 Lyras Words
Theme von Anders Norén — Hoch ↑