bittersüß manchmal provokant

Kategorie: Lyras – Shorts (Seite 1 von 5)

Soulmates

Hanna und Elias waren glücklich, als sie den Mietvertrag für die Wohnung in dem denkmalgeschützten Haus am Thunersee in der Schweiz unterschrieben.

Nur ein Jahr später steht Hanna in der leergeräumten Wohnung und wartet auf die Nachmieterin. Elias hatte bereits eine neue Bleibe gefunden. Bevor er auszog, warf er ihr Beziehungsunfähigkeit vor und zählte ihr lautstark all ihre weiteren vermeintlichen Defizite auf.

Endlich läutet es an der Tür.

Eine ältere Dame stellt sich als Gunna Müller vor und betritt, noch bevor Hanna reagieren kann, den offenen Wohn- und Essbereich.

Sie blickt sich um und schwärmt begeistert wie Hanna und Elias damals bei ihrer ersten Besichtigung:

„Wunderschön – die alten Holzbalken an der Decke, der erhaltene Originalboden, das Wohnzimmerfenster mit Blick auf den See.“

Schweigend gehen die beiden durch die übrigen Räume.

Im Schlafzimmer erwähnt Hanna: „Als wir hier einzogen, hieß es, dies sei früher ein Unterstand für Schafe gewesen. Die Wand mit dem Fenster wurde nachträglich eingezogen.“ Frau Müller nickt verstehend und blickt gedankenverloren aus dem Fenster zu dem Hang, auf dem einst die Schafe grasten. Sie dreht sich zu Hanna um, die mitten im Raum stehen geblieben ist. „Sie mochten diesen Raum nicht, das spüre ich.“

Wie in Trance antwortet Hanna: „Stimmt.“ Sofort bereut sie ihre Worte. Mit solchen Bemerkungen werde ich keine Nachmieter finden.

„Das glaube ich ihnen. Sie lebten schon einmal in einer anderen Zeit. Hier, an diesem Ort, konnten Sie Ihren Seelenpartner nicht wiederfinden.“ Sie schaut Hanna direkt in die Augen und fährt fort: „Sie sind auf der Suche nach Ihrer verlorenen Liebe.“

„Das Chalet ist genau das, was ich gesucht habe. Bitte geben Sie dem Immobilienmakler Bescheid, den Mietvertrag zur Unterschrift vorzubereiten.“

Hanna, noch immer tief überwältigt von ihren Emotionen über das Gesagte, hört ihre eigene Stimme, die fremd klingt. „Ja, das mache ich heute noch“, sagen.

Ohne weitere Worte zu wechseln, verabschieden sich beide voneinander. Hanna ist gerade dabei, die wackelige Schiefertreppe zu ihrem Auto hinunterzugehen, als ihr Handy klingelt.

„Hi Papa.“

„Hallo, meine Tochter, könntest du bitte einen Zwischenstopp in Regensburg einlegen, bevor du nach Hause fährst? Ich möchte dir unbedingt  das Haus zeigen, das ich gekauft habe. Es  wurde im  frühen 19. Jahrhundert erbaut.“

Zuhause, das war ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz, wo ihre Eltern wohnen und auch sie bis zu ihrer Studienzeit. Dort wird sie vorübergehend wieder einziehen, bis sie einen neuen Job und eine Wohnung gefunden hat.

„Na klar! Schick mir bitte die genaue Adresse. Ich bin schon gespannt.“

Während der Fahrt nach Regensburg am nächsten Tag wiederholt Hanna immer wieder laut den Satz: „In Ihrem Gesicht sehe ich eine Suchende nach ihrer verlorenen Liebe.“

So irrational es ihr anfangs erschien, hatte diese Frau etwas angesprochen, das Hanna schon seit Jahren beschäftigte. Immer wieder verspürt sie eine tiefe Sehnsucht nach einem Mann, ohne dass vor ihrem inneren Auge ein konkretes Gesicht erscheint, dem sie begegnen möchte.

Als sie in die Gasse einbiegt, die ihr Vater ihr als Adresse genannt hatte, sieht sie ihn bereits vor dem Haus stehen. Sie hatte sich kurz zuvor telefonisch angekündigt. „Komm, ich zeige dir alles.“ Arm in Arm gehen sie durch das hohe schmiedeeiserne Tor auf das Grundstück.

Ihr Vater öffnet die Haustür aus verwittertem, splitterndem Holz. Kaum noch zu erkennen, dass sie einst grün gestrichen war. Vorsichtig betritt Hanna den mit Rissen durchzogenen Terrazzoboden im Hausflur. Eine Holztreppe führt in die oberen Stockwerke. Die Stufen sind mittig ausgetreten. Zeugen jahrzehntelanger Begehung von Menschen, die nicht mehr sind.

Ihr Vater lotst Hanna zur Kellertreppe, die sich direkt unter der Hausflurtreppe befindet. Mit noch etwas steifen Beinen von der langen Autofahrt tastet sich Hanna, mit einer Hand an der Wand abstützend, die wackeligen Ziegelsteinstufen hinunter. In der Biegung der Treppe knipst ihr Vater eine Lampe an. Sicherer und schneller folgt sie ihm in den Kellerraum. Er bemerkt Hannas fragenden Blick, als sie vor einer Wand stehen bleibt und eine mit neueren Ziegelsteinen zugemauerte Stelle in Form einer Tür betrachtet, die sich deutlich von den alten Wandsteinen abhebt.

„Man erzählt sich, dass hier einst ein Geheimgang, ein Fluchtweg zur nahegelegenen Kirche, war“, erklärt er.

Noch während er spricht, geht er zu einer Mauernische, in der eine altePapierrolle liegt, die er entrollt und Hanna reicht. „Hadernpapier – aus Leinen und Baumwollstoffen hergestellt, kenne ich“, sagt Hanna.

Leise liest sie:

Regensburg, 29. Mai 1835

Meine liebe Margarete,

dieses Haus habe ich nur für dich gebaut, mit dem Wunsch, dass wir in diesen Gemäuern glücklich leben bis zum Ende unserer Tage, hier an diesem Ort. Ich schwöre dir, nichts kann uns trennen. In Liebe, dein Otto 

Hanna schluchzt laut auf: „Das ist von meinem Otto.“ Sie setzt sich auf die Treppe, bedeckt mit beiden Händen ihr Gesicht und weint laut.

„Meine Kleine, was sagst du da? Du hast ein Burn-out von dem ganzen Stress mit Elias. Dann auch noch meine Bitte, hier einen Zwischenstopp einzulegen. Es tut mir so leid.“ Er setzt sich neben sie auf die Stufe und nimmt sie schützend seine Arme.

„Bitte hör auf zu weinen. Wir fahren jetzt zu einem Hotel, wo du dich ausruhen und schlafen kannst. Ich fahre heute schon nach Hause und du kommst nach, wann immer du dich danach fühlst.“

Hanna hatte sich wieder etwas gefasst: „Ich werde heute schon fahren; im Hotel ‚Blaue Adria‘ am Baggersee habe ich bereits für drei Tage ein Zimmer gebucht. In letzter Zeit denke ich so oft an die unbeschwerten, fröhlichen Tage und Abende, die ich dort am See mit Freunden verbracht habe. Anschließend komme ich zu euch. Grüß Mama von mir.“

„In Ordnung, aber wir fahren gleich los“, antwortet ihr Vater, noch immer deutlich bestürzt.

Fast fluchtartig verlassen sie das Haus. Ein kurzes Abschiedswinken, dann steigen beide in ihre Autos.

Erleichtert darüber, dass die Fahrt am nächsten Tag auf der Autobahn nun ohne Stress hinter ihr liegt, fährt Hanna die letzte Etappe auf der Hochwasserstraße in Richtung See. Von Weitem kann sie das Hotel schon sehen. Sie ahnt, dass sie sich dort wohlfühlen wird.

Nach dem Einchecken im Hotel geht sie direkt auf ihr Zimmer. Völlig übermüdet wirft sie sich komplett bekleidet auf das Bett und schläft sofort ein.

Es ist bereits 9 Uhr morgens, als sie von den Geräuschen auf dem Gang wach wird. Frühstückszeit. Sie ist hungrig; seit dem Vortag hatte sie nichts mehr gegessen.

Im Speisesaal ist nur noch ein Platz an einem Zweiertisch frei. Eine männliche Person, ungefähr in ihrem Alter, hat einen der beiden Plätze bereits eingenommen. Normalerweise sitzt sie nicht gerne mit Fremden an einem Tisch – schon gar nicht am Morgen. Widerwillig fragt sie: „Darf ich mich zu Ihnen setzen, und würden Sie den Platz für mich so lange freihalten, bis ich vom Buffet zurückkomme?“

Eine Hand, die eine Scheibe Brot mit Marmelade hält, zeigt auf den freien Platz. „Ich deute das als Ja“, erwidert Hanna auf die wortlose Geste.

Mit voll beladenem Tablett bahnt sich Hanna, ihren Weg durch die Tischreihen zurück zu ihrem Sitzplatz. Das Lächeln ihres Tischnachbarn fühlt sich wie ein Willkommensgruß an. Fast fröhlich setzt sie sich.

Gerade als sie den Löffel in ihren Joghurt taucht, wird ihr Gegenüber von einer Niesattacke geschüttelt. Bloß keine Erkältung einfangen, denkt sie. Das würde das ganze Drama komplett machen. Kaum hatte sie den Gedanken zu Ende gedacht, sagt er noch schniefend und nach Luft ringend: „Sorry, Allergiker. Keine Angst, nicht ansteckend.“

Jetzt sieht sie ihn zum ersten Mal richtig an. Strubbelige Haare, rote, tränende Augen, total derangiert. Und doch, denkt Hanna, hat er eine sympathische Ausstrahlung. „ Das Antiallergikum wirkt bald“, sagt er und streicht sich die Haare glatt. Augenblicklich fühlt sie sich nicht mehr unwohl mit ihm an einem Tisch. Im Gegenteil – es ist eher, als säße sie einem alten Freund gegenüber.

„Brauchst du ein Taschentuch?“, fragt Hanna. „Oh, sorry, brauchen Sie.“

Er unterbricht sie: „Passt schon mit dem Du, dir auch?“ Er winkt mit einem Taschentuch. „Trotzdem danke. Bin gleich wieder da.“ Hanna ist schon fast fertig mit dem Essen, als er sich wieder an den Tisch setzt.

„Was machen wir denn heute?“

„Ich weiß nicht, was du vorhast“, antwortet Hanna. „Ich wollte mir die Gegend anschauen und sehen, was sich alles so verändert hat, seit ich das letzte Mal hier war.“

Fragend schaut er sie an: „Wenn du Lust hast, können wir das zusammen machen. Ich bin mit dem Motorrad hier, einen zweiten Helm habe ich auch.“ Obwohl Hanna sich sicher war, dass ihre Begegnung nicht am Frühstückstisch enden sollte, antwortet sie: „Ich überleg’s mir.“

Beide verlassen den Speisesaal gleichzeitig. „Nicht vergessen, um 11 Uhr vor dem Hotel“, ruft er ihr grinsend und augenzwinkernd nach. „See you.“

Kribbelig vor Vorfreude schaut Hanna immer wieder auf die Uhr, während sie Jeans und T-Shirt anzieht und eine Jacke in ihren Rucksack steckt. Schon vor 11 Uhr verlässt sie ihr Zimmer. Durch die Glastür des Hotels sieht sie, dass er auch schon neben seinem Motorrad steht. Den Helm am Riemen haltend, schwenkt er ihn hin und her und lächelt ihr dabei zu. Er gefällt mir immer besser, denkt sie, während er ihr den Helm aufsetzt und den Kinnriemen schließt.

„Eigentlich spielt es keine Rolle mehr“, fängt Hanna an zu sprechen, „nachdem ich mich bereits entschieden habe, mit einem Fremden durch die Gegend zufahren, möchte ich das trotz alledem nicht in voller Anonymität machen. Ich bin Hanna.“

„Max“, antwortet er. „Zu deinen Diensten.

Wo fahren wir zuerst hin, Hanna?“ „Im Dorf gibt es ein Eiscafé, das ich von früher kenne. Mit Freunden habe ich dort stundenlang gesessen, gequatscht und an einem einzigen Getränk ‚Sonnenschein‘ – Fanta mit etwas Eierlikör – genuckelt. Da möchte ich zuerst hin“, antwortet Hanna.

„Na dann, spring auf und halte dich gut fest.“

Auf der geraden Straße in Richtung Dorf lässt Max das Motorrad ein paar Mal aufbrummen, dann gibt er Gas. Hanna genießt die Geschwindigkeit, den Fahrtwind im Gesicht und die Taille von Max, an der sie sich mit beiden Händen festhält. Kurz bevor sie das Dorf erreichen, muss Max wegen eines Fahrzeugs, das aus einem Feldweg auf die Straße saust, so stark abbremsen, dass die Maschine in ein Maisfeld rast. Wie unter Beschuss klatschen Maisblätter gegen ihre Gesichter und auf die Helme, bis Max das Motorrad wieder ganz unter Kontrolle bringt und es zum Stehen kommt. Die  „Wir haben es geschafft“, sagt Max mit vom Schock gepresster Stimme und steigt von der Maschine ab.

Hanna sitzt erstarrt auf dem Sozius. Wie die knisternde Wiedergabe einer Schellackplatte von einem alten Grammophon glaubt sie in Endlosschleife zu hören: Die Suche ist zu Ende. Die Suche ist zu Ende.

Erstaunt schaut sie Max an und lächelt, als er sie vom Sitz hebt.

© by Lyra Juni 2026

Still got the Blues for you

Sanft wäscht der Regen  

Staub von den Mauern der Stadt

hinter denen die Sehnsucht wohnt

Versprechen vergangener Nächte versinken

im Glas vor der Bar.


© by Lyra 25.6.2026 – In Erinnerung an Gary Moore (†) – Hard-Rock- und Heavy-Metal-Gitarrist, Sänger, Komponist;

Ortschaf(f)t

Ich schicke meine Erinnerungen in ein Vakuum, damit es ein Ort wird

für die Leichtigkeit, schwebend über dem See

für Dackel Waldi, der auf der Straße unter einem Bus lag

für das Haus, hinter dem ein Bach floss

für die roten, so roten Mohnfelder

für den süßen Duft der Lindenbäume

für die leuchtenden Stämme der Birken – deren Rinde bitter schmeckte

für das Fahrrad, das in den Brennnesseln neben dem Weg lag

für Erzählungen, die die Nachbarn glaubten, deren Enttäuschung darüber, dass es nur Geschichten waren

für Tante Lina, die nicht sprach

für Susi mit Dauerschnupfen

für den dicken Böhlig mit seinem Zylinder auf einem Stuhl vor der Wasserpumpe

für das Glück, Schwalben im Kuhstall zu haben

für das Kleid mit dem großen Blumenmuster, in das der Esel ein Loch fraß

für das erste Buch zum Geburtstag, an dem die Mutter nicht da war

für leise Träume, dass alles bleibt, wie es ist, laut verworfen.

© all rights reserved by Lyra, Juni 2023

Illusion

© by Lyra Nov. 2025

Inspiration: „Nebel“ – Hermann Hesse

Begehren

„Weißt du, dass Mona in der Psychiatrie ist?“

Wie das Aufprallen einer Münze, die auf harten Boden fällt und weiter rollt, landet Laras Stimme in meinem Fantasiezustand.

„Nee“, antworte ich hastig, damit ich nicht wieder abdrifte und an das Gesicht denke, das mich so körperlich elektrisiert und alle Formen von Begierde in mir auslöst. Ich kann mir nicht erklären, was da in mir geschieht.

Man begehrt, was man sieht – habe ich mal gelesen. Ich nehme mir vor, Eric aus Schweden nicht mehr auf Social Media zu folgen. Wir folgen uns gegenseitig und schreiben uns.

Wahrscheinlich habe ich ein Mangelerleben, das ich noch nicht erkannt habe. Ich werde darüber nachdenken – kontemplieren. Und sollte jemand einen Fluch auf mich gelegt haben oder ich unter einem Bann stehen, dem ich mich kaum entziehen kann, werde ich ein Fluch- und Bannverdammungsritual durchführen. Davon habe ich auf YouTube gehört.

„Lara, erzähl, warum ist Mona in der Psychiatrie? Sie wirkte auf mich total bodenständig und nett.“

„Ich habe gehört“, erwidert Lara, ihr Freund – also, ohne Plus –, mit dem sie als WG zusammenlebte, hat monatelang versucht, Mona wieder in die reale Welt zu holen.

Sie hatte sich wohl virtuell total in einen Typen aus den USA im Netz verknallt. Saß nur noch am PC, im Schlafanzug, ungewaschen, mit Wein und Schokolade neben sich – um seine Posts zu liken.

Nachts stand sie wegen der Zeitverschiebung auf und freute sich, dass er anscheinend immer online war, wenn sie ihren Account checkte. Sie wertete das als Interesse an ihr. Dass er vielleicht einfach nie seinen PC oder Notebook ausschaltete, wollte sie nicht glauben.

Sie buchte einen Flug in die USA, um bei seiner Lesung in einer kleinen Buchhandlung in Gonzales, Texas, dabei zu sein.

„Anscheinend ist sie dort völlig ausgerastet, als sie in seiner Story <Possessed> von einer Person hörte, die ihn auf Facebook und Instagram folgte und ihm sogar geschrieben hatte, dass sie zu seiner Lesung komme.

Mona rannte zum Lesepult, warf seine Bücher nach ihm und riss einzelne Seiten aus dem Exemplar, das er gerade las.

Es dauerte anscheinend eine Weile, so berichteten es die anderen Zuhörer, bis die schockierte Inhaberin der Buchhandlung die Cops rief, die Mona schließlich abführten.

Ihre Eltern wurden informiert, sie abzuholen – unter der Auflage, dass Mona sich in psychologische Betreuung begibt und einen Nachweis darüber erbringt. Nur so konnten sie verhindern, dass sie in den USA hospitalisiert wird – und die Kosten dafür von ihr oder ihren Eltern getragen werden müssen.

„Mehr weiß ich auch nicht.“

Mir ist total übel. Was, wenn mir Ähnliches wegen Eric passiert?

Ich verabschiede mich hastig von Lara.

„Meld dich, Ciao – bis zum nächsten Mal!“, ruft sie mir nach.

Ich renne nach Hause, schalte mein Notebook ein und lösche alle meine Accounts.

Mit dem letzten Funken Verstand halte ich mich gerade noch davon ab, mein Notebook an der Tischplatte zu zertrümmern.

Hektisch suche ich nach den Unterlagen über das Fluch- und Bannauflösungsritual, die ich ausgedruckt hatte.

Zeichnung by Gabriele Fischer, Augsburg “ You see“, Mitglied im Berufsverband Bildener Künstlerinnen- Schwaben. (I see, „You see“, jetzt bei mir zu Hause)

Zerstört

© by Lyra14.4.2024

Am Meer

Wellen, sanft
wie gleichmäßige Flügelbewegungen einer großen Vogelschar
Sonnenstrahl vergoldet
Himmelazur bespiegelt.
Unser Boot in sanfter Bewegung.
Im zarten Klang des Meeres
atmen wir uns.

© by Lyra 18. August 2024

Encounter

They met like two doves in the rain, seeking shelter on a ledge with their heads tucked in.
A soft crackling sound, they no longer feel each other’s touch,
and each flies off in a different direction.
An encounter without a hint of regret.

© by Lyra – June 2025

Based on my short poem > Encounter>
Helmuth Treichel (producer, label owner, singer, songwriter from Augsburg—former singer for GIFT, founder of Atomic Picnic Project)
expanded the lyrics and created his song.

© by Helmuth Treichel – August 2025

Sonntagnachmittag

© by Lyra 03.04.2025

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