by Jens Faber- Neuling- Coaching, Training und Beratung
kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin,
Ein unabhängiges Online- Magazin für Kunst, Kultur und Literatur.

bittersüß manchmal provokant
kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin,
Ein unabhängiges Online- Magazin für Kunst, Kultur und Literatur.

Demut und Wehmut tanzen zu fröhlichen Klängen in alten Gemäuern.
Durch Fenster, Blicke zum Garten hin
da wachsen üppig die Blumen im Sonnenschein.
Bäume, alt und grün, erinnern sich
Der Wind bläst in der Gegenwart.
Gang durch ein Gedicht
Treten Sie ein.
Genieren Sie sich nicht.
Schon sind Sie mitten
in einem Gedicht.
Gehen Sie weiter.
Bleiben Sie nicht steh’n,
damit Sie die Verse
bis zum Ende seh’n.
Seien Sie locker
und nicht so bang.
Schlendern Sie entspannt
die Zeilen entlang.
Atmen Sie ruhig.
Laufen Sie nie.
Hast ist die Feindin
der Poesie.
Betrachten Sie noch
einmal mit Bedacht,
was der Autor sich
für Sie ausgedacht.
Nun sind Sie bereits
am Ausgang des Gedichts
und sehen betroffen:
Eigentlich nichts.
Wenn die braun gefiederte Greifvogelschar über das Land fliegt
ihre zum Haken gekreuzten Schnäbel öffnen und krächzen. Nahrung für ihre eigene Brut suchen.
Stehen Starke und Mutige auf, bereit, Freiheit und Gleichheit zu verteidigen.
Unser Horizont soll sich nicht braun färben.
© all rights reserved by Lyra 2023
Reise auf rostigen Schienen
ankommen ungewiss
Frequenz 528Hz 8va
ein Schwingen
begleitet den Weg
Ziel unbekannt
Bei Regen wollte ich Brot kaufen
Blues hält mich in mir in ihr fest
wenn ich wieder durch´s Fenster nach draußen in die Sonne sehen kann
kauf ich mir den Soundtrack aus Love Song for Bobby Long
Im Vorübergehen der Zeit schenke ich dir eine Träne und ein Lächeln.
Du schöne, Sonnen bestrahlte, sanfte,
nach Rosen und Frühling duftende,
dir die Endlosigkeit vortäuschende.
Kleeblatt Suchende.

Bild © all rights reserved by Bine Braun, Klang, Bild, Kreativität, Augsburg
Neulich ist mir in meinem Kiez aufgefallen, dass hier eine neue Ära begonnen hat. Kann sein, dass andere es vor mir bemerkt haben. Mir ist es entgangen. Mein eigener Veränderungsprozess das Älterwerden hat mich beschäftigt. Werde ich schon anders wahrgenommen oder überhaupt mit meiner Individualität noch gesehen?
Das Alter repräsentierte für mich bisher eine alte Frau aus unserem Kiez. Wenn ich sie sah, dachte ich an ein Fossil, das ausgegraben worden war, in dem noch etwas Leben steckte. Von alten Fotografien, die ich mir in meiner Kindheit im Spreewald anschaute, kenne ich die Muhmen, alte vermummte Frauen, die aus einer geöffneten Zeitkapsel entwichen schienen. Große Tücher, dreieckig gefaltet, weit über die Schulter reichend, am Rücken, die Spitze des Tuches, eng am Kopf gebunden, die Haare verborgen. Zerfurchte Gesichter eingerahmt. Lange weite Röcke, darüber Schürzen, Strickjacken, selbst gestrickt auch die Strümpfe. Holzpantinen, eine Kiepe aus Weidenruten, geflochten auf dem Rücken. So bekleidet, nur ohne Kiepe, schlurfte auch die Alte um den Häuserblock, untergehakt bei ihrem greisen Mann in seiner abgewetzten Anzughose, gestreift, mit weitem Bein, eine Bügelfalte konnte man noch erahnen, Strickjacke, darüber eine Weste, Schiebermütze. Miteinander sprechen habe ich die beiden nie gesehen.
Auch sah ich sie von meinem Balkon aus am offenen Fenster ihrer Wohnung alleine ohne ihren Mann sitzen, immer mit Kopftuch. Nachts brannte in ihrem Fenster Licht, das konnte ich bei meiner nächtlichen und frühmorgendlichen Zigarette sehen. Im vergangenen Sommer beobachtete ich Renovierungsarbeiten in ihrer Wohnung, von der Wohnbaugesellschaft ausgeführt. Neue Mieter zogen ein, mit kleinen Kindern.
Beide im Seniorenheim oder verstorben? So spekuliere ich. Vor ein paar Tagen beim Joggen auf dem geraden Weg, der quer durch den Park führt, erkenne ich sie schon von weitem, die Alte, das Fossil. Sie war noch da, als ich an ihr vorbeilief, nickte ich ihr zu, lächelte sie vertraut an. Sie stand da wie ein Denkmal, ihre Augen ausdruckslos, nicht offen für ihre Umgebung, starr in eine andere Zeit zurückblickend.

© by Philipp Wieder- trockene Blätter
Wenn ihr das kleine Land der Dichter und Denker auf der Landkarte sucht, ist es noch zu finden. Lasst euch nicht täuschen.
Fakt: Im Land der Dichter und Denker wurden Künstler in Nervenheilanstalten in Lager gesperrt, in die Flucht getrieben, deren Werke vernichtet.
Heute wird sich mit Gedichten, Erzählungen und Zitaten aus dem Club der toten Dichter geschmückt.
Von Foodporn und geistig Schläfrigen benutzt, ausgeschlachtet, gedruckt und versandt.
Neue Denker und Dichter, die unser Zeitalter spiegeln, Stimmen erheben, sind jetzt schon tote Denker und Dichter.
KI lässt Grüßen.
© by Lyra
Zwei Jungs aus Augsburg, die ihre Musik Voodoo Folk nennen, ihre Lieder schreiben sie meistens selber.
The STANDALS … starteten 2016 mit einem 7“ Single-Release »DO THE TWANG«, waren zuletzt mit dem »KLUB DER IDEALISTEN«
im Hier
und Jetzt.

Alexander Möckl li., Steve Train re.,
Foto: STANDALS by Fabian Möckl
Zwei Gitarren und Gesang.
ALEXANDER MÖCKL ist als Gitarrist bei den Projekten “Pear & Quince”, “The Leadbelly Project” und “The Voodoophonics” mit seinem Album “IchMelo” (Randstock) die American-Primitive-Guitar-Welt. in Erscheinung getreten.
STEVE TRAIN ist seit knapp 10 Jahren mit seiner Band “Bad Habits” unterwegs und als DJ und Veranstalter Mitinitiator der Clubreihe “Go Go Club”,
Der Bandname Zwei Gitarren und Gesang.
ST eve AND AL exander
ist ein Akronym das aus den Vornamen von Steve und Alexander entstand.
Jetzt, mit drittem Mann, Max Messer, wird der Bandname auch nicht verändert – da sind sie sich einig!

Max Messer, Steve Train, Alexander Möckl; Foto: STANDALS by Fabian Möckl
«
© 2026 Lyras Words
Theme von Anders Norén — Hoch ↑