bittersüß manchmal provokant

Kategorie: Inspirationen – Musik (Seite 2 von 3)

Kae alias Kate Tempest

Wenn der Begriff Multitalent auf eine Person zutrifft, dann ist dies bestimmt Kate Tempest. Die Künstlerin ist gleich in mehreren Disziplinen erfolgreich: als Musikern, als Lyrikerin, als Theater- und als Romanautorin. Für ihr Stück „Brand New Ancients“ erhielt sie 2013 den Ted-Hughes-Preis, ihr Roman „The Bricks That Built The Houses“ avancierte 2016 zum Times-Bestseller. Ihr erstes Solo-Album wurde für den Mercury-Prize nominiert.

( Introduction – für Ihren Auftritt Muffathalle, München 2016)

Weihnachtswunder

Über Nacht ist es kalt geworden, ich suche meine Handschuhe.

Handschuhsuche wie damals in meiner Kindheit erinnere ich mich.

Vergiss deine Handschuhe nicht“ – ich krame nervös im Schulranzen, finde nur einen Handschuh. Mag auch nicht mehr weiter suchen, es liegt kein Schnee heute am Heiligabend. Enttäuscht darüber laufe ich später neben meiner Oma auf dem ausgetretenen Feldweg über die Brücke in Richtung Stadt zur Kirche am dunklen kleinen Hain vorbei, der mit Schnee wie mit Lichtern hell und geschmückt aussehen könnte, denke ich. Leise bete ich flehend: Bitte lasse es schneien.

Alle Lieder in der Kirche singe ich laut und aus tiefem Herzen, es soll doch schneien. Das runde Kirchenfenster über dem Altar lasse ich nicht aus den Augen – es wird schneien. Als die Glocken die Weihnachtsnacht einläuten, das Wunder – tanzende Schneeflocken wie Federn aus Engelsflügeln vor dem runden Fenster. Lachend und jubilierend springe ich von der Kirchenbank auf – Schnee, Schnee!

Meinen Auftritt in andächtiger Umgebung musste ich später erklären. Bisschen traurig ziehe ich heute meine Handschuhe an, die ich doch noch gefunden habe – Glaube, an Wunder habe ich verloren – wiederfinden, das könnte klappen.

Peter Lisboa Arndt

Gitarrist, Singer, Songwriter aus Augsburg

Der Beiname „Lisboa“ irgendwann im Lauf der Zeit hinzu, nachdem der Musiker immer wieder längere Zeit in Portugal verbrachte. Und auch in Lissabon regelmäßig Straßenmusik machte sowie mit seinem Album „Back to Tejo“ eine musikalische Hommage an „sein“ Portugal veröffentlichte.

Die musikalische Laufbahn von Peter Lisboa begann Ende der 70er Jahre in diversen Schulbands. Zusammen mit dem verstorbenen Ausnahmegitarristen Heinz Bermann und dem Bassisten Ralf Steikowski gründete er Anfang der 80er Jahre die Band Greyhound. Und diese Band zählte bis 1984 zu den führenden Rockformationen in Augsburg. Ebenfalls in den 80er Jahren gründete er zusammen mit Gebi Gebhard und Andi Schweiger den Kulturverein KUKI, dem er mehrere Jahre als Vorstand treu bleiben sollte. Dann folgten einige Jahre als Sänger bei der Hardrock Band Kick Down (1985 – 1987). Und 1989 begann mit der Rockband Frantic Club seine musikalisch erfolgreichste Zeit. Hierbei schrieb er über 50 eigene Songs, die später zum Teil auch veröffentlicht wurden.

Greyhound Anfang1988

Helmuth Treichel

Phallus Dei – Von links nach rechts: Rainer Baur (git), Stefan Baklawas (bs), Helmuth Treichel (voc), Robert Hackl (dr)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 186255520_2883982001841998_5656829539437158836_n-1024x887.jpg

Sänger Helmuth Treichel aus Augsburg, Peter Swoboda (auch ein Virtuose auf der Zither) und Uwe Schrödersecker

„Poetry tells stories that needed to be told- a Poem is never finished“*

*(Words from Atomic Picnic Cover „Poetry“)

Am 5.10.23 im Spectrum A Tribute to GIFT & Atomic Picnic Project

Es war ein toller Abend! Bemerkenswerte Musiker haben

Helmuth Treichel´s Abschied von der Buehne begleitet.

Ally StorchLeo HeimJoe T. AykutHerbert HeimAxel LudwigKlaus GeiselRuth RosselKashja MedjoKay C ViolilaGaby WeihmayerMitGiftRoland Kopper

©Video Roland Kopper&Helmut Treichel

Achtsam

Melodie im Wind
gefärbtes Blattwerk rockt
achtsame Schritte auf feuchtem Laub
denke nicht an Sommertage
nur keine unsanfte Landung

Foto 2022 © by Lyra all rights reserved

Gedenktage

Alles schön geplant, das Datum festgelegt, Einladungen verschickt. Eingeladene vergessen die Veranstaltung nicht,
sitzen, mit ernsten Mienen von dumpfer Marschmusik in Szene gerückt, neben Opfern, Hinterbliebenen deren Schmerz niemand kennt, beraubt von einem Leben ohne Angehörige.

„Wir dürfen nie mehr zulassen, dass Gleiches noch einmal geschieht und nicht vergessen“- tönt der Redner mit Trauermiene nach dem Marschmusikentree- „Du hast den Farbfilm vergessen“.

Opfer und Hinterbliebene am Rednerpult verkaufen einen Ablassbrief für das Geschehene, um Politik, Redner und geladene Zuhörer ein abgerundetes Event abzuliefern und der Presse, Stoff und Bilder, für die wenigen mitfühlenden Leser.
„Was war, war. – Wir können die Welt nicht retten“.

Das darf nie mehr geschehen und nicht vergessen werden, die Scheinheiligkeit nimmt ihren Lauf während Kriege, Folter, Diskriminierung, Rassismus in jeglicher Form, Demütigung und Ausgrenzung in unseren Straßen und hinter unseren Grenzen geschieht und Vorkommnisse sich mehren!

Regen

wenn Wolken mit der Sonne spielen

sie einholen 

im wilden Spiel aufblähen, verdunkeln – schwerer werden

sich langsam über die Sonne schieben

strahlt die Sonne noch leicht und warm

wissend um den Sieg der Wolken

die ihre Hüllen öffnen 

und Regen als Perlen über Fenster rinnen lassen

auf Blättern winzige Seen entstehen

sehe ich einen Schmetterling mit zarten Flügelbewegungen atmen und Perlen trinken

voller Wunder, diese Welt

Regenperlen © by Lyra August 2023

James- we are friends for a very long Time!

Mondsüchtig

Um 4 Uhr 4 hellwach, trinke ich den ersten Schluck Kaffee auf dem Balkon, meine Augen magnetisiert, angezogen vom Planeten der Meere, bewegt – Gedanken an vergangene Tage vom magischen Strahl des Mondes, der auf mich gerichtet ist wie ein Spotlight, ausgelöscht –, ganz fest stehe ich auf dem Boden in der Gegenwart, dem Universum nah und verbunden. Sekundenlang fühle ich mich ganz.

Süchtig nach diesem Gefühl wache ich in Vollmondnächten aus dem Schlaf auf, ganz gleich in welchem Land oder Ort ich gerade bin, genau wie einst, als ich noch an den Mann im Mond mit seinem Reisigbündel auf dem Rücken glaubte.

Dancing in the Moonlight, auf den nächsten Vollmond wartend.

© by Lyra

Sommer Tage

Ein leichter Duft von Heu und Blüten begleitet zart den Regen und die Nacht – die Zeit bunt und grün umrandet hält ihren Atem an.
Jeder Schritt in Erwartung aromatisiert und leicht – der Winter, mit seinen dornigen Zweigen von einem Song in die Vergessenheit vertrieben, du bist da.

Gemälde © all rights reserved by Leonardo Voci

Eine Reise

Das Signal der sich schließenden Zugtüren drängt sich in meine Gedanken, im Fenster mein Spiegelbild, mit Sonnenbrille, Landschaft zerfließt wie eine Wassermalerei, entfernt mich von dir, dieses Mal bin ich, es, die bleiben möchte.

Verwurzelt -  © by Patrick M. Aeschbach

Verwurzelt –

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